sonia ilios itten

Seit Beginn der Moderne im 19. Jahrhundert hat sich die Farbe von der dienenden Unterordnung unter die Absicht der Malenden befreit.

Die Autonomie von Farbe und Material führte mich bereits während des Studiums - neben meiner figürlich realistischen Malerei – zu ...

...prozesshaften Arbeitsweisen. Es geht mir um Wege, das Unerklärliche exemplarisch durch die gedanklich-seelisch-künstlerische Einverleibung der Welt und ihrer Phänomene in einen Zustand von Kommunizierbarkeit zu versetzen. 

Farbe und Material fließt, bildet Krusten, Aufbrüche, Kratzer oder Wunden, glättet sich, webt sich zu Schleiern und bringt Unvorhergesehenes hervor, verschüttet Inhalte, gibt sie wieder frei....  

Es ist das Werden, Vergehen, Wünschen, Erarbeiten, Erkunden, Zerstören, Produzieren und Verwischen von Spuren, stets verbunden mit Erwartung, Enttäuschung, Freude, Zufriedenheit, Überraschung, Verzweiflung - und letztlich dann doch noch der erhoffte Erkenntnisgewinn.

Das fertige Bild – wie ein eingefrorener Zeitpunkt eines langen Prozesses - wird schließlich selbst zum Beleg des Prozesshaften, aber die Geschichte seines Geschaffenwerdens ist nicht sein vorrangiger Inhalt.

So kommt es - neben meditativen Aspekten - zu durchaus auch kommunizierbaren und verbalisierbaren Botschaften. 

KUNST ist...

....der Versuch einer...

...Diagnose der Zeit mit...

...den Mitteln der Kunst.

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